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Razzia
Es kommt immer wieder vor, dass Frauen in einem Club, einer Bar und auch in einem Appartement in eine Razzia geraten.
Einige der Frauen haben sich an uns gewandt, und wir haben beschlossen hier mal die Rechte einer anschaffenden Frau während einer Razzia aufzuschreiben.
- Jede Frau ist nur verpflichtet, Angaben zu ihrer Person zu machen, d.h. Name, Geburtsdatum, Geburtsort und aktuelle Adresse. Den Ausweis dabei zu haben, wird also empfohlen.
Tipp:
eine Kopie wird in der Regel auch akzeptiert!
- Fragen, die darüber hinausgehen, müssen nicht beantwortet werden. Im Gegenteil: es ist sinnvoll, darauf hinzuweisen, dass man weitere Aussagen verweigert.
- Macht keine Angaben über Euer Einkommen aus der Prostitution.
- Vorsicht bei der Frage nach sonstigen Einkünften (z.B. Sozialhilfe) und Steuerzahlungen. Wenn die Polizei Kenntnis von Gesetzesverstößen erhält, kann sie diese Informationen weiterleiten (z.B. an das Sozialamt) – und das gibt Ärger. Wir empfehlen, bei Bezug von Geldern, den Nebenverdienst anzugeben - das erspart Ärger.
- Auch als Zeugin könnt Ihr auf der Polizeiwache von dem Aussage-verweigerungsrecht Gebrauch machen. Bei der Staatsanwaltschaft oder einem Gerichtsverfahren muss jedoch eine Aussage gemacht werden (nicht gegen den Verlobten, Mann, Kinder und Eltern).
……und übrigens:
Als Beschuldigte bin ich
nie und nirgendwo zu
einer Aussage verpflichtet!
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